Reisejournal
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04.10 Hluhluwe

Niedrige und spießbürgerliche Geister bleiben im     
Lande und sitzen da fest - höhere aber reisen.     
Johann Gottfried Herder

schlechtes Wetter Wir starten früh um 7:30 Uhr mit dem Frühstück. Achim fühlt sich leider nicht so wohl, kann aber nicht sagen, was ihm fehlt, so dass wir das Tagesprogramm wie geplant durchführen in der Hoffnung, dass es ihm tagsüber besser geht. Leider ist auch das Wetter nicht so doll und wird auch immer schlechter, je Ein Blitzeinschlag? weiter wir uns in Richtung St. Lucia bewegen. Zwischenzeitlich haben wir nur noch 19°C und Regen. Wir fahren trotzdem weiter und auf Verdacht mal in den "Greater St. Lucia Wetland Park". Und siehe da, je weiter wir uns vorarbeiten, desto schöner wird das Wetter. Bis wir am indischen Ozean ankommen, haben wir sogar wieder Sonnenschein. Wir betrachten die Krebse, waten mit den Füßen im Wasser und machen uns wieder auf den Rückweg. Nach Verlassen des Parks stoppen wir noch kurz im Croco-Camp. Achim Sonne am inidischen Ozean geht es leider immer schlechter, so dass nur ich etwas esse und mich an ein Zulu-Bier wage. Das war ein großer Fehler. Das Bier sieht aus wie ein abgestandener Tanzperformance der Zulu Frauen Weltrekordversuch Schoko-Milchshake und schmeckt wie schlechter, aber wahnsinnig starker Äppler. Aber gut, nun ist man wieder um eine Erfahrung reicher. Die Zulu-Frauen, die eine Tanzperformance im Restaurant geben, scheinen es zu mögen. Es ist also kein Touri-Gag. Im Croco-Camp sitzt ein Wahnsinniger, der versucht 30 Tage im Krokodilkäfig zu überleben. Jeder wie er will sach' ich da mal. Wir fahren weiter, machen noch einen Bootsfahrt und endlich gelingt uns womit wir nicht mehr gerechnet hätten: Wir sehen Nilpferde am Ufer!! Achim geht es derweil leider immer schlechter, so dass ich mir echte Sorgen mache. Er kann die Nilpferde, Krokodile und sonstigen Vögel leider nicht so ganz genießen 9. Nach der Bootsfahrt düse ich deshalb mit ihm auf dem Beifahrersitz Richtung Hluhluwe, damit er in Ruhe ein ordentliches Klo findet und danach ein Bett. Achim krank im Bett Weißkopfadler Reiher Nilpferd Beides, sowie die eingeworfenen Tabletten, werden hoffentlich möglichst bald zu einer Verbesserung seines Zustandes führen. Ich erfreue mich an dem auf dem Rückweg erstandenen Holzfiguren, trinke zur Vorbeugung gleich mehrere Whiskey in der Hoffnung, dass das bei mir genauso gut wirkt, wie bei meinem Papi und genieße das Abendessen leider ohne meinen Mann :-(. Den Rest des Abends verbringe ich mit dem Füllen der Tagebucheseiten und habe fast in Reichweite das Zebra im Dunkeln vor mir grasen. Ich bin die einzige Verrückte draußen auf der Terrasse, obwohl es erst 20:30 Uhr ist, da alle anderen wahrscheinlich aus Angst vor den Moskitos drinnen sitzen. Ein komisches Land - wunderbare Abende und niemand genießt sie. In der Hoffnung, das Achim morgen wieder fitter ist und wir nicht zum Arzt müssen, werde ich jetzt auch vor den Moskitos ins Bett flüchten (kurz vor 22:00 Uhr).

 
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